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Trauer um emeritierten Weihbischof Radspieler
Seelsorger und Anwalt für die Armen und Schwachen / Begräbnisfeier am 15. März

Trauer um emeritierten Weihbischof Radspieler

Seelsorger und Anwalt für die Armen und Schwachen / Begräbnisfeier am 15. März

Bamberg. Das Erzbistum Bamberg trauert um seinen emeritierten Weihbischof Werner Radspieler. Er starb am Mittwoch, 7. März 2018, im Alter von 79 Jahren in Nürnberg. 27 Jahre lang war Radspieler Weihbischof in der Erzdiözese Bamberg. Während seiner Bischofszeit erlebte er drei Erzbischöfe. Seit seiner Emeritierung lebte er in einem Seniorenstift in seiner Geburtsstadt Nürnberg, wo er bis vor wenigen Wochen die Gottesdienste feierte.

Erzbischof Ludwig Schick würdigte den Verstorbenen als „guten Hirten“ und „markanten Künder des Wortes Gottes“ sowie als „fürsorglichen Seelsorger“, der bei den Menschen im Erzbistum und weit darüber hinaus sehr beliebt gewesen sei.

Werner Radspieler wurde am 13. August 1938 in Nürnberg geboren. Nach dem Abitur 1958 nahm er in Bamberg das Theologiestudium auf und trat ins Priesterseminar ein. 1964 empfing er die Priesterweihe. Nach kurzer Kaplanszeit in Neustadt an der Aisch betreute Radspieler als Präfekt die Internatsschüler im Ottonianum. Anschließend war er Kaplan in Fürth St. Heinrich und Pfarrer in Heroldsbach (1969-1972). Von 1972 bis 1977 unterrichtete er katholische Religionslehre am E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium in Bamberg. 1977 wurde Radspieler zum Domkapitular und Stellvertreter des Generalvikars ernannt. Als Hauptabteilungsleiter für Öffentlichkeitsarbeit begleitete er die neuen Entwicklungen in den Medien. Nach der Ernennung zum Weihbischof am 7. November 1986 durch Papst Johannes Paul II. empfing er am 21. Dezember 1986 die Bischofsweihe.

In der Bischofskonferenz war er Mitglied der Publizistischen Kommission (1986-1996), der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen (1996-2006) und der Pastoralkommission (1999-2006) und zuletzt Mitglied der Caritas-Kommission. Sein besonderes Interesse galt immer der karitativen Arbeit der Kirche. So war er Bischofsvikar für Caritas und soziale Dienste und von 1996 bis 2008 Erster Vorsitzender des Caritasverbandes der Erzdiözese Bamberg.

Zu seinen zahlreichen Aufgaben gehörte auch die Mitarbeit in der Jury für die Vergabe des Kinder- und Jugendbuchpreises der Bischofskonferenz. Er war Beauftragter der Bischofskonferenz für die katholische Polizeiseelsorge, Ehrenmitglied des Hospitalordens vom Heiligen Johannes von Gott (Barmherzige Brüder) sowie Direktor der Diözesankongregation der Franziskusschwestern von Vierzehnheiligen. Zu Beginn seiner Amtszeit war er zudem Bischofsvikar für Priesterseelsorge, Ständigen Diakonat, erzbischöfliche Seminarien und Berufungspastoral.

Als Diözesanadministrator leitete Weihbischof Radspieler zweimal das Erzbistum Bamberg: beim Rücktritt von Erzbischof Elmar Maria Kredel von April 1994 bis Ende Mai 1995 sowie in der Sedisvakanz zwischen Erzbischof Karl Braun und Erzbischof Ludwig Schick von Juli 2001 bis September 2002. Werner Radspieler wurde mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1996) und dem Bayerischen Verdienstorden (2002) ausgezeichnet. Am 9. September 2013 nahm Papst Franziskus sein Rücktrittsgesuch an, das er, wie kirchenrechtlich vorgeschrieben, mit seinem 75. Geburtstag eingereicht hatte. Sein Wahlspruch lautete „Der, der es in Euch begonnen hat, wird es auch vollenden.“

Die Beerdigungsfeier für den verstorbenen Weihbischof findet am Donnerstag, 15. März 2018, im Bamberger Dom statt. Um 12 Uhr wird der Sarg im Dom aufgebahrt, damit sich die Gläubigen verabschieden können. Um 14.30 Uhr wird der Rosenkranz gebetet. Das Requiem, dem Erzbischof Ludwig Schick vorsteht, beginnt um 15 Uhr. Anschließend findet die Beisetzung auf dem Kapitelsfriedhof im Kreuzgarten des Domes statt. Auf dem Domplatz ist das Parken erlaubt. Am Montag, 12. März, 19 Uhr, laden Erzbischof Schick und das Domkapitel alle Gläubigen zum Gebet für den Verstorbenen in den Dom ein. Anstelle von Blumen bittet der Verstorbene um Spenden für das Caritas-Hospiz Xenia auf das Konto der Caritas Nürnberger Land unter der Bankverbindung DE78 7509 0300 0005 1173 13.

Datum: 13.03.2018
Monika Freitag